klieben
Definition
•
trans.|südostdeutsch|Österreich|ugs. (Holz) spalten, der Länge nach zerteilen
Herkunft
seit dem 9. Jahrhundert bezeugt; Erbwort aus dem Mittelhochdeutschen
klieben, das den althochdeutschen Formen
klioban und
chliuban entstammt; dieses entspringt der (nicht belegbaren, aber rekonstruierten) germanischen Form
*kleub-a- „spalten“, zu dem auch
Kluft gehört; außerdem nachweisbar im Altnordischen
kljúfa , im Altsächsischen
klioban, im Altenglischen
clēofan sowie im Mittelniederdeutschen
kluven; außergermanisch vergleicht sich unter der (nicht belegbaren, aber rekonstruierten) indogermanischen Form
*gleubʰ- „spalten, trennen“ das lateinische Verb
glubere|glūbere „entrinden, schälen, ein#Artikel|ein Tier abdecken“ sowie das griechische Verb
„ich meißle aus, graviere“
[ | Literaturnachweis: Kluge: Etymologisches Wörterbuch, Seite 496.][ | Literaturnachweis: Duden: Universalwörterbuch, Seite 964.]
Beispiele
• „Als es aber hieß, der Leibhaftige, den der Nachtwächter gesehen, hätte ausgeschaut wie ein Stier, der auf den Hinterfüßen steht, so großmächtig und schwarz, und im Garten der Häuslschusterin, die man doch kennt als eine ›solchene‹, hätte er Holz
gekloben – und als der Nachbar der Altenöderin unter den heiligsten Eiden beteuerte, daß er am Abend beim Schuppen der Häuslschusterin kein Spänlein Holz, am Morgen aber eine schön gespaltene Klafter gesehen, und daß er ganz deutlich um Mitternacht das unheimliche Sägen und Klopfen gehört hätte, da wurde auch jener einzige, bei dem der Verstand gesprochen hatte, ein wenig nachdenklich.“
[.]
Worttrennung
klie·ben, klob, klieb·te, ge·klo·ben, ge·kliebt
Quelle: Wiktionary
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