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schwimmen


Definition

intrans.|t1=;|sein sich im Wasser aus eigener Kraft (durch Bewegung der Extremitäten) fortbewegen
intrans.|t1=;|sein|haben sich zum Vergnügen, zur sportlichen Betätigung oder dergleichen nach Art von [1] fortbewegen
intrans.|t1=;|sein sich nach Art von [1] irgendwohin bewegen
intrans.|t1=;|haben|t2=;|Transportwesen auf dem Wasserweg mithilfe eines Transportmittels irgendwohin bringen, schaffen
intrans.|t1=;|sein|haben eine bestimmte Strecke nach Art von [1, 2] zurücklegen
intrans.|trans.|t2=;|sein Schwimmsport betreiben; an einem Schwimmwettkampf teilnehmen
intrans.|trans.|t2=;|sein|haben in einem Schwimmwettkampf mit einer bestimmten Zeit ins Ziel kommen
intrans.|trans.|t2=;|sein|haben in einem Schwimmwettkampf eine bestimmte Strecke (in einem bestimmten Stil) zurücklegen
intrans.|t1=;|haben|seltener|auch|sein von einer Flüssigkeit an deren Oberfläche tragen|getragen werden
:[10] intrans.|t1=;|sein sich nach Art von [8] irgendwohin bewegen
:[11] intrans.|t1=;|haben bedeckt sein von einer Flüssigkeit
:[12] intrans.|t1=;|haben (von einer Flüssigkeit) auf, in etwas sein
:[13] intrans.|t1=;|haben überreichlich haben; ausgiebig genießen
:[14] intrans.|t1=;|sein undeutlich, unscharf, verschwommen sichtbar sein; undeutlich, unscharf, verschwommen werden
:[15] intrans.|t1=;|sein in einem Zustand sein, in dem alles diffus und wirr ist
:[16] intrans.|t1=;|haben|t2=;|ugs. eine bestimmte Situation nicht (mehr) kontrollieren, nicht (mehr) bewältigen können; eine bestimmte Fähigkeit (noch) nicht vollkommen oder (zunächst nur) unsouverän beherrschen, zu etwas (noch) nicht imstande sein; unsicher sein
:[17] intrans.|t1=;|sein|haben|t3=;|Sportjargon nicht als geschlossene Mannschaft spielen
:[18] intrans.|t1=;|sein|haben|t3=;|ugs. kein Geld besitzen, ohne Geldmittel sein

Herkunft

Es handelt sich um ein seit dem 8. Jahrhundert | Literaturnachweis: Kluge: Etymologisches Wörterbuch, Stichwort »schwimmen«, Seite 835. ‚Teich‘ eine Wortgruppe, deren außergermanische Beziehungen nicht geklärt sind. Überhaupt ist die Herkunft des germanischen Verbs unklar. Das indoeuropäische Verb für schwimmen beruht auf die (erschlossene) indoeuropäische Form *snā-, die im Keltischen eine indoeuropäische Variante *snem- hat (vergleiche altirisches snaid und kymrisches nofio. Da aufeinanderfolgende m und n im Germanischen häufig dissimilieren|dissimiliert werden, ist eine Herleitung von germanisch *swemm- aus indoeuropäisch *snem- nicht ausgeschlossen, wobei die Herkunft der Geminate jedoch unklar bleibt.
:Die Hauptbedeutung ‚sich im Wasser fortbewegen‘ gilt von Anfang an, und zwar ursprünglich nur vom Menschen, später dann auch von Tieren und Gegenständen. Seit dem 18. Jahrhundert erscheint es häufig mit Bezug auf Auge und Sehvermögen im Sinne von ‚unklar sichtbar sein, undeutlich werden; in der Ferne als Bild zerfließen, ineinanderfließen‘ (Bedeutung 14). Bedeutung 15 scheint w:Deutsches Wörterbuch|Grimm zufolge von dem alten Verb schweimen ‚ohnmächtig werden#Deutsch|werden‘ beeinflusst zu sein. (Bedeutung Ⅱ, 10, b). Bedeutung 16 im Sinne von ‚sich unsicher fühlen; den Text nicht beherrschen‘ ist theatersprachlich seit dem frühen 19. Jahrhundert bezeugt und beruht auf der Vorstellung, dass der Darsteller ‚keinen festen Boden unter den Füßen‘ mehr hat und ‚sich über Wasser halten‘ will, wobei er die fehlenden Wort durch schwimmartige Armbewegungen ersetzt. | Literaturnachweis: Küpper: Wörterbuch der Umgangssprache, Stichwort »schwimmen«. Im Sinne von ‚im Wissensstoff unsicher sein; kein sicheres Wissen besitzen‘ ist sie ab 1900 Studentensprache|studenten- und Schülersprache|schülersprachlich bezeugt. Bedeutung 17 und 18 sind ab 1920 bezeugt, wobei die Übertragung für Bedeutung 18 auf der Vorstellung fußt, dass man verzweifelte Schwimmbewegungen macht, um ‚sich über Wasser zu halten‘.

Beispiele

• „Sie streichelten zwar ihre Strohhaare, bewegten Körper und Beine, als schwömmen sie in einem zähen Wasser, aber ihre Gesichter waren auch nicht zum Schein bei der Sache, die starrten, teils ängstlich, teils frech, zu den Gästen herauf.“ | Literaturnachweis: w:Martin Walser - w:Ehen in Philippsburg; Erstauflage 1957 .
• „Wildenten schwammen weitab vom schützenden Schilfrand im See.“ | Literaturnachweis: w:Erwin Strittmatter - Pony Pedro .
• „Sein Schiff ist untergegangen, er schwimmt mitten auf dem Meer, weit und breit kein Mensch, der ihm hilft.“ | Literaturnachweis: w:Jurek Becker - w:Jakob der Lügner.
• „Auf jeden Fall sollte man in einem Schwimmbecken mehr treiben als schwimmen, sich drehen und wenden, um die Wirbelsäule zu lockern.“ | Literaturnachweis: Hanna Fresenius - Sauna .
• „Corinna setzte den abgestrichenen Fisch in die Wanne, er schnellte nicht davon, ließ sich nicht auf den Grund sinken, sondern legte sich wie erschöpft auf die Seite, kippte ein wenig und schwamm bauchoben und hielt sich so bei schwachen Bewegungen der Brustflossen.“ | Literaturnachweis: w:Siegfried Lenz - Die Auflehnung .
• „Im Toten Meer brauchte man nicht zu schwimmen, das Wasser trug einen, man konnte sich einfach drauflegen und ein Buch lesen.“ | Literaturnachweis: w:Mirjam Pressler - w:Malka Mai.
• „Da stehen riesige Pfützen, tief genug, daß die Vögel darin schwimmen. | Literaturnachweis: w:Ulla Hahn - Unscharfe Bilder .
• „Wahrscheinlich wagte ich mich vertrauend aufs Grasland ins tiefe Wasser hinein, ohne daran zu denken, daß ich nicht schwimmen kann. Der Boden war weg, aus der Wiese zum Überlaufen hoch wurde Wasser zum Untergehen tief. Ich versuchte gar nicht zu schwimmen, dachte nur noch, jetzt frißt mich das Meer.“ | Literaturnachweis: w:Herta Müller - Der König verneigt sich und tötet .
• „Er berichtete von der Ausstattung des Schlafzimmers, von den Teppichen im Flur, vom leeren Vogelkäfig, vom Aquarium, in dessen sanft plätscherndem Wasser keine Fische schwammen. | Literaturnachweis: w:Thomas Glavinic - w:Die Arbeit der Nacht.
• „Du mochtest im Sumpfe nicht schwimmen. Komm nun, komm, und laſs uns baden in offener See!“ | Literaturnachweis: w:Friedrich Hölderlin - w:Hyperion (Hölderlin).
• „Sicherlich schwimmst du sehr gern, und bei dieser Gelegenheit mußt du dich sowieso vorher und hinterher gründlich waschen und duschen.“ | Literaturnachweis: Anne Braun, Edith Nell - Man muß sich nur zu helfen wissen .
Wortbildungen

Adjektive schwimmfähig, schwimmerisch
Substantive Schwimm , Schwimmabzeichen, Schwimmanlage, Schwimmanzug (→ Schwimmbadeanzug), Schwimmart, Schwimmaufbereitung, Schwimmbad, Schwimmbagger, Schwimmbahn, Schwimmbassin, Schwimmbecken, Schwimmbekleidung, Schwimmbeutler, Schwimmbewegung, Schwimmblase, Schwimmblatt, Schwimmboje, Schwimmbrille, Schwimmclub, Schwimmdisziplin, Schwimmdock, Schwimmdress, Schwimmen, Schwimmente, Schwimmer, Schwimmerei, Schwimmfest, Schwimmflagge, Schwimmflosse, Schwimmflügel, Schwimmfuß, Schwimmgürtel, Schwimmhalle, Schwimmhaube, Schwimmhaut, Schwimmhilfe, Schwimmhose, Schwimmkäfer, Schwimmkappe, Schwimmkerze, Schwimmkissen, Schwimmkleid, Schwimmkleidung, Schwimmklub, Schwimmkompass, Schwimmkörper, Schwimmkrabbe, Schwimmkran, Schwimmkunst, Schwimmkurs, Schwimmlehrer, Schwimmmeister/Schwimm-Meister, Schwimmnation, Schwimmnudel, Schwimmpanzer, Schwimmpflanze, Schwimmprüfung, Schwimmring, Schwimmsand, Schwimmschüler, Schwimmseife, Schwimmsport, Schwimmstadion, Schwimmstaffel, Schwimmstil, Schwimmstoff, Schwimmteich, Schwimmtrainer, Schwimmtrikot, Schwimmübung, Schwimmunterricht, Schwimmverband, Schwimmvogel, Schwimmwagen, Schwimmwanze, Schwimmweste, Schwimmwettkampf, Schwimmzeug, Schwimmzug, Schwumm
Verben abschwimmen, anschwimmen, aufschwimmen, ausschwimmen, davonschwimmen, drauflosschwimmen, durchschwimmen, einschwimmen, erschwimmen, fortschwimmen, freischwimmen, herabschwimmen, heranschwimmen, heraufschwimmen, herausschwimmen, herbeischwimmen, hereinschwimmen, herschwimmen, herüberschwimmen, herumschwimmen, hierherschwimmen, hinabschwimmen, hinaufschwimmen, hinausschwimmen, hindurchschwimmen, hineinschwimmen, hinschwimmen, hinterherschwimmen, hinüberschwimmen, hinzuschwimmen, losschwimmen, mitschwimmen, nachschwimmen, nebenherschwimmen, schwimmenlassen, umherschwimmen, verschwimmen, vorbeischwimmen, wegschwimmen, weiterschwimmen, wettschwimmen, zurückschwimmen, zuschwimmen

Worttrennung

schwim·men, schwamm, schwomm, ge·schwom·men


Quelle: Wiktionary
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